So werden Dalits diskriminiert

Öffentliche Demütigungen: Ablegen von Müll und Tierkadavern vor der Haustür von Dalits – als Aufforderung, diese zu entsorgen soziale und räumliche Ausgrenzung an öffentlichen Plätzen: Verweigerung des Zutritts zu Tempeln und Bädern, separate Essensplätze, separate Gläser in Teehäusern der Dörfer, manuelle Entsorgung von Fäkalien/Latrinen- und Kanalreinigung ohne Schutzausrüstung, Diskriminierungen am Arbeitsplatz und Zahlung geringerer Löhne Diskriminierungen in Schulen, kein Zugang zu öffentlichen Ressourcen und Dienstleistungen des Dorfes, z.B. Brunnen und Quellen (Quelle: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt)

Auf dem Land leben mehr als 31 Prozent der Dalits unterhalb der Armutsgrenze. Im Vergleich zu anderen benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist das eine hohe Zahl. In 14 Prozent der indischen Dörfer werden Dalits davon abgehalten, Ämter zu betreten. In 38 Prozent der öffentlichen Schulen in Indien dürfen Dalit-Kinder nicht gemeinsam mit Angehörigen dominanter Kasten zu Mittag essen. In 48 Prozent der indischen Dörfer dürfen Dalits keine öffentlichen Wasserquellen benutzen. (Quelle: National Campaign on Dalit Human Rights)