Wer sind Dalits?

Nach offiziellen Angaben gibt es in Indien mehr als 200 Millionen Dalits, in Bangladesch sind es zwischen 3,5 und 5,5 Millionen, in Nepal zwischen 3,6 und 5 Millionen.

Dalits („die Gebrochenen“) wurden früher als „Unberührbare“ deklassiert. „Unberührbar“ ist man von Geburt an – und im Gegensatz zur Klassenzugehörigkeit können „Unberührbare“ ihren Status im Kastensystem nicht verändern. Nach den heiligen Schriften im Hinduismus gelten Dalits als „unrein“ und werden deshalb ausgegrenzt. Dalits kämpfen gegen diese Diskriminierung und Ausbeutung.

Nach offiziellen Angaben gibt es in Indien mehr als 200 Millionen Dalits, in Bangladesch sind es zwischen 3,5 und 5,5 Millionen, in Nepal zwischen 3,6 und 5 Millionen.

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Dalit-Geschichten

Alltagsgeschichten aus dem Leben von Dalits - ein animierter Kurzfilm (2:20 min)

Dalits werden in Indien auf unterschiedliche Weise diskriminiert. Der Film erzählt kurze Geschichten, die Dalits in Indien selbst erlebt haben. Dabei wird deutlich, wie sich die Diskriminierung in Städten und auf dem Land unterscheidet.

„Als Kind wurde ich in der Schule „Shit of a crow“ (Krähenkacke) von den Angehörigen dominanter Kasten genannt.“

„Obwohl ich Dalit bin, habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht, konnte aber wegen meiner Kastenzugehörigkeit keine Arbeit in diesem Bereich finden. Weil ich kastenlos bin, hat mich die Dorfverwaltung zur Latrinenreinigung eingestellt.“

„Wenn ich in der Schule etwas trinken möchte, darf ich nicht den Brunnen wie die anderen benutzen. Ich muss nach Hause gehen, dort etwas trinken, weil sie sagen, dass ich den Brunnen verschmutze.“

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