Dréze aus Jharkhand: VB-G-Ram-G verdrängt Jobs statt sie zu schaffen

Der MGNREGA-Mitarchitekt und Ökonom Jean Drèze fordert die Rücknahme des neuen VB-G-RAM-G-Gesetzes. Für Bundesstaaten wie Jharkhand bedeute es mehr Probleme, als es welche löse. Arbeitsplätze im ländlichen Raum würden verdrängt statt geschaffen, während zentrale Entscheidungsgewalt nach Neu-Delhi verlagert werde. Staaten bliebe faktisch nur die Rolle der Mitfinanzierung, ohne Mitspracherecht über Ort, Zeit und Maßnahmen. Gemeinsam mit Aktivist*innen von Jharkhand MGNREGA Watch fordert Drèze, dass die Landesregierung einen formellen Beschluss gegen das Gesetz einbringt und auf eine Stärkung des bestehenden Programms drängt.

Das neue Gesetz würde den seit 20 Jahre bestehenden Konsens zur Unterstützung ländlicher Regionen komplett neu ordnen. Besonders problematisch ist aus Sicht der Kritiker*innen für Jharkhand, die verpflichtende 60-tägige Monsun-Unterbrechung. Gerade in dieser Zeit seien unter MGNREGA viele Arbeiten im Gartenbau umgesetzt worden, die Einkommen stabilisierten und die Lebensbedingungen armer Bäuer*innen nachhaltig verbesserten. In Bundesstaaten wie Jharkhand, wo Arbeitsmigration hoch ist, drohe dies zusätzliche Not zu erzeugen. Bei nur 23 realisierten Tagen von 100 wirkt das Versprechen von 125 Tagen im neuen Gesetz unglaubwürdig. Auch aus Perspektive indigener Selbstverwaltung wird Widerstand artikuliert. Vertreter*innen fordern, dass die indigenen Selbstverwaltungen das Gesetz ablehnen, da Armut, Hunger und föderale Handlungsspielräume weiter schrumpfen.

Mehr dazu hier: https://timesofindia.indiatimes.com/city/ranchi/mgnrega-architect-jean-drze-demands-rollback-of-new-job-guarantee-act-vb-g-ram-g/articleshow/126380148.cms

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