DSiD - Dalit Solidarität in Deutschland
 

Uttar Pradesh: BJP-Vorsitzender angezeigt

In Uttar Pradesh ist der BJP-Vorsitzende Araniya Blocks zusammen mit acht weiteren Personen, der Einschüchterung und Körperverletzung angezeigt. Zuvor hatten er und weitere Männer zwei Dalit-Väter mit Ziegelsteinen und Stöcken angegriffen, so dass diese schwere Kopfverletzungen erlitten und im Krankenhaus behandelt werden mussten. Außerdem schikanierten sie Dalit-Familien und setzten sie psychisch unter Druck. Die vier betroffenen Dalit-Familien hatten auf den Fall aufmerksam gemacht, in dem sie Plakate an ihre Häuser anbrachten, auf denen sie den Fall schilderten. Erst nach weiteren Protesten schaltete sich die Polizei ein und nahm die Ermittlungen auf.

Nachzulesen in: timesofindia.indiatimes.com/city/meerut/harassed-by-bjp-leader-4-dalit-families-put-forced-to-quit-homes-posters/articleshow/100924868.cms

Hindutva-Pop hetzt gegen Muslime

In der Reportage der Deutschen Welle „Soundtrack des Hasses“ begibt sich Akanksha Saxena auf die Reise des Hindutva-Pop und zeigt eindrücklich, wie dieser zu Gewalt gegen Muslim*innen aufruft. In Indien trifft Saxena den Sänger Acharya, dessen Lieder in den sozialen Medien millionenfach aufgerufen werden, obwohl YouTube seine Lieder immer wieder sperrt. Bei seinen Auftritten, zu denen tausende Fans kommen, singt er Lieder, die Gewalt verharmlosen und verherrlichen. Dadurch entsteht in Indien eine neue Massenkultur, die antimuslimischen Lieder werden bei Kundgebungen hinduistischer Gruppen gespielt. So tragen diese Lieder zu Ausschreitungen und Gewalt bei wie 2022 in der Stadt Khargone in Madhya Pradesh. Dort kam es nach einer religiösen Hindu-Prozession zu Krawallen und Angriffen gegen Muslim*innen, während aus Lautsprechern Hindutva-Songs und Slogans ertönten.

Die komplette Reportage auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=ZFjWLFA93tY&feature=share

Gujarat: Dalits sind nicht sicher

Aus den Daten der Regierung von Gujarat geht hervor, dass in den letzten vier Jahren in den Polizeistationen des Bundesstaates insgesamt 5.588 Vorfälle, darunter 123 Morde an Dalits gemeldet wurden. Darüber hinaus gab es 333 Fälle von schwerer Körperverletzung und 480 registrierte Vergewaltigungen im Bundesstaat.

Anhand der Daten, die der Dalit-Rechtsaktivist Kantilal Parmar von der Regierung des Bundesstaates erhalten hat, lasse sich feststellen, dass Dalits in Gujarat nicht sicher sind. Die Regierung des Bundesstaates habe es versäumt, Maßnahmen und strenge Konsequenzen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu ergreifen, um den ungebremsten Kreislauf der Übergriffe auf Dalits zu stoppen so Parmar.

Nachzulesen in: https://www.counterview.net/2023/06/gujarat-govt-data-reveal-dalits-not.html

Gewalt gegen Dalits und Minderheiten nimmt spürbar zu

In Gujarat haben Männer aus der oberen Kaste Berichten zufolge einem Dalit-Mann den Daumen abgeschnitten. Sein Neffe hatte beim Spielen auf dem Schulhof einen Cricketball aufgehoben, woraufhin es zu einer Auseinandersetzung kam. Im weiteren Verlauf nahmen die Männer Anstoß daran, dass Kirti Parmar seinem Neffen beigestanden hatte. Nach dem Angriff musste Parmar im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Angreifer wurden verhaftet, die anderen Beteiligten sind auf der Flucht.

Bei einem weiteren Vorfall in Nagaland stürmten etwa ein Dutzend Männer ein Lokal in dem zwei Naga-Jugendliche nicht-vegetarische Gerichte servierten. Die selbst ernannten Lebensmittelschützer griffen das Duo an, warnten vor dem Verkauf der Speisen und drohten damit, die beiden Naga-Jugendlichen zu töten, falls sie es wagen sollten, nicht-vegetarisches Essen in Gujarat zu verkaufen.

Die beiden Angriffe reihen sich ein in eine Kette von zunehmender Gewalt gegen Dalits und Minderheiten und veranschaulicht die zunehmende Intoleranz in Teilen der indischen Gesellschaft.

Nachzulesen in: https://www.thestatesman.com/india/dalits-thumb-cut-off-naga-youths-bashed-up-for-selling-non-veg-food-in-gujarat-1503187949.html

 
 

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