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Diese Seite gibt einen Überblick über Projekte und Kampagnen innerhalb
der Dalitsolidaritätsarbeit.
DSiD will die Frage unternehmerischer Verantwortung zunächst einmal auf
2 Feldern aufnehmen:
:: Projekt/Kampagne 1: Für die Leder- und Schuhproduktion, weil die
Beschäftigung in diesen Bereichen
traditionell eine typische
Dalitarbeit ist
:: Projekt/Kampagne 2: Bezüglich Reservierungen und Fördermaßnahmen für Dalits in der
Privatindustrie
(insbesondere bei deutschen
Unternehmen, die in Indien investieren und/oder ein
"joint venture" haben.
Zum Thema "Wasser" gibt es zwar (noch) keine Kampagne innerhalb der Dalit
Netzwerke, aber Wasser ist wegen seiner absolut lebenswichtigen Funktion
und Unentbehrlichkeit und auch wegen seiner religiös-spirituellen Bedeutung
ein Kristallisationspunkt für Diskriminierungsakte in allen Gesellschaften.
Auch Europa hat diese Tradition mit den "Brunnenvergiftern"! Es ist Teil der
Grenzziehung zwischen "rein" und "unrein" und so zum Trennungssymbol
schlechthin geworden:
In vielen ländlichen Gebieten müssen Dalits in den Cafébuden am
Straßenrand ihren Tee oder Kaffee noch heute aus Blechbechern trinken,
während Kastenhindus ihr Getränk in Gläsern serviert bekommen! Dalit-Frauen
dürfen an den Dorfbrunnen das Wasser nicht selbst schöpfen; sie müssen
warten, bis eine höherkastige Frau kommt, die das Wasser für sie aus dem
Brunnen holt und es ohne jede Berührung im wahrsten Sinne des Wortes von
oben herab in ihren Krug gießt.
Demgegenüber lässt der Dalit-Aktivist Martin Macwan beim
Einstellungsgespräch jede(n) Bewerber(in) ein Glas Wasser austrinken, das
ihnen ein Dalit eingeschenkt und serviert hat. Nur wer diesen Test auf
seine Vorurteilslosigkeit und die Ernsthaftigkeit seines Dalit-Engagements
besteht, hat überhaupt die Chance auf eine Einstellung in der
nichtstaatlichen Organisation (NRO) Navsarjan.
"Brot für die Welt" fördert dieses Dokumentationsprojekt über die
Diskriminierung von und über gewalttätige Übergriffe auf Dalits zusammen
mit 3 anderen europäischen Hilfsorganisationen. Die Maßnahme wird von der
indischen Menschenrechtsgruppe "People's Watch" (Madurai, Tamil Nadu)
durchgeführt.
So kommen Sie direkt zu den Informationen über diese Dokumentationsarbeit
auf der Homepage von :: "People`s Watch".
Schauen Sie dazu bitte auch in die Abschnitte :: Briefaktionen und
:: Aktuelle Berichte auf dieser Website.
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