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Dalit(s)
Neuere Selbstbezeichnung der ehemals als "unberührbar" gebrandmarkten
indischen Bevölkerungsschicht, die trotz einer eigentlich negativen Wortbedeutung
(das Sanskritwort "dalit" steht für "gebrochen", "zerbrochen", "zertreten") das
erwachte Selbstbewusstsein dieser Bevölkerungsgruppe widerspiegeln soll. Der Eigenname
ist inzwischen auch tatsächlich nicht nur zum Symbol des sich selbst bestätigenden
Stolzes geworden, in dem auch der Widerstand gegen die Unterdrückung,
Ausbeutung und Diskriminierung mitschwingt, sondern auch zum identitätsstiftenden
Oberbegriff für die verschiedenen Untergruppen der "Kastenlosen".
Auf Grund ihres 'niederen Status' und ihrer "unreinen" Tätigkeiten
(Latrinenreinigen, Abdecken toter Tiere usw.), aber auch "unreiner"
Verhaltensweisen wie Essen von Fleisch und Trinken von Alkohol durften sie von
den Angehörigen anderer Kasten nicht berührt werden oder gar diese berühren. In
Südindien ging die Unberührbarkeit bis zur Unnahbarkeit: die "Unberührbaren"
mussten sich durch Geräusche bemerkbar machen, so dass Angehörige aus höheren
Kasten ihnen rechtzeitig aus dem Wege gehen konnten. Die verschiedenen
Untergruppen ("Jatis") tragen in den verschiedenen Regionen Indiens
unterschiedliche Namen. Regierungsamtlich werden sie als Scheduled Castes (SC's)
bezeichnet.
Unentbehrliche Lektüre in diesem Zusammenhang ist das von "Human Rights Watch"
herausgegebene Buch:
BROKEN PEOPLE - Caste Violence Against India's "Untouchables"

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Weitere Informationen zur Lebenssituation der Dalits, ihren Netzwerken und
Bewegungen sowie zu ihrer Kunst und Literatur sind in Vorbereitung.
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