DSiD - Dalit Solidarität in Deutschland
Plattform "Dalit Solidarität in Deutschland" (DSiD)
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Solidaritätsbriefe als hilfreiches Druckmittel

Beleidigungen, Erniedrigungen, diskriminierende Handlungen und Äußerungen gegenüber den Dalits sind weit verbreitet und nehmen eher zu, seit die Dalits selbstbewusster und fordernder ihre Menschenwürde einklagen und die "Culture of Silence" aufbrechen. Die Gewalt geht dabei zumeist von den anderen aus und häufig gar nicht von den Brahmanen, der "höchsten" Kaste, welche die bestehende Kastenordnung nichtsdestoweniger am intensivsten verteidigen! Gewalttätig werden meistens Angehörige der sog. "Other Backward Castes - OBC's", der "niederen" Kasten, die in der Regel ökonomisch auch sehr schlecht dastehen und mit den Dalits um die wenigen ihnen verbleibenden oder zugewiesenen Ressourcen kämpfen.
Es ist für Mitarbeitende in Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen oder in Missionswerken nicht ganz problemlos, dennoch den erwachenden Kampf der Dalits um Freiheit, Würde aber auch um eine angemessene Beteiligung an den Gütern und dem Wohlstand des Landes zu unterstützen. Dieser Kampf ist nicht ungefährlich für die Benachteiligten und Entrechteten und wir müssen sie auf alle nur für uns mögliche Arten unterstützen.
Neben der Förderung allgemeiner Entwicklungsprojekte oder Projekte der Rechtshilfe in ihren verschiedenen Dimensionen hat es sich als außerordentlich hilfreich erwiesen, ihrem Kampf so viel wie möglich internationale Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu verschaffen. Diese gibt ihnen einen gewissen Schutz, weil es v.a. in Indien eine doch recht gut funktionierende Presse und Öffentlichkeit gibt. Außerdem ist jede indische Regierung einen guten Ruf zu verlieren, der noch aus der Zeit der Blockfreien-Bewegung stammt. Jede indische Regierung wird deshalb sorgfältig darauf achten, dass Indien international nicht in einem getrübten menschenrechtlichen Lichte erscheint. Diese Konstellation gilt es zu nutzen!
Auch die Vertreter der Dalits wollen in erster Linie dies: ihre Regierung herausfordern, die über internationale Verträge und eigene Gesetze gegebenen Zusicherungen und Verpflichtungen zum Schutz gegen Diskriminierung und zur Gewährung der Menschenrechte für alle ernst zu nehmen und jetzt im 21. Jahrhundert konsequent die endgültige Abschaffung der kastenbedingten Diskriminierung in Angriff zu nehmen!

Unsere Solidarität für die Dalits im Kampf gegen die kastenbedingte Diskriminierung und die aktive Mobilisierung unserer Politiker und Industriellen zu ihrer Unterstützung ist unentbehrlich!


Schreiben Sie Solidaritätsbriefe an die jeweils angegebenen Adressen!

Es nützt etwas!




AKTION 1: Keine männlichen Hunde für Dalits!

AKTION 2: Präventivschlag: grundloser Überfall auf Dalitsiedlung

AKTION 3: Für Dalits gibt es keinen Dank an die Götter!


- die alltägliche "Indische Apartheid":


Berichte über Diskriminierungen, Entwürdigungen von und gewaltsamen Übergriffen auf Dalits
Die menschliche Würde der Dalits wird in Indien in einem Ausmaß mit Füßen getreten, das so alltäglich ist, dass es die meisten Menschen als gewissermaßen "natürlich" empfinden und sich schon seit Generationen damit abgefunden haben. "Das ist halt so!" Auch die meisten Dalits nehmen es schicksalhaft, aber auch kühl berechnend: ihnen ist klar bewusst, dass ein Aufbegehren dagegen schlimme Konsequenzen haben kann. Und da wollen sie eigentlich ihr Schicksal nicht herausfordern und versuchen, sich in den Verhältnissen einzurichten. Aber manchmal können auch Dalits "nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt"! Das Unrecht, die Unterdrückung, Entmenschlichung und Gewalt holt sie ein.
Viele ernsthafte Menschenrechtsverletzungen bleiben deshalb Fußnoten im Alltagsgeschehen der Dörfer - ihre Erwähnung in lokalen Zeitungen ist schon ein Erfolg für lokal tätige NRO's. Manchmal, meist zufällig, gehen diese Meldungen aber auch weiter und erreichen englischsprachige Medien, e-mail-Dienste oder Menschenrechtsorganisationen - und dann vielleicht auch uns.
Eine Solidaritätsbriefaktion wird in der Regel dann nicht daraus - weil noch kein lokaler Partner dahinter steht.
Dennoch ist es aus unserer Sicht wichtig und interessant, auch solche Berichte hier wiederzugeben, weil so am ehesten das Gefühl von Alltag und von der Systematik der Diskriminierung entsteht.


- das "Dalit Human Rights Monitoring" - Projekt


Text folgt demnächst




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(c) :: Walter Hahn
last update: Sun Mar 27, 2005